Hanf oder Cannabis: Was ist der Unterschied?
Veröffentlicht von Julien Admin 20.08.2024 20:24:15
Hanf oder Cannabis: Was ist der Unterschied?

Hanf vs. Cannabis: Unterschiede und Verwendungszwecke verstehen

 

Hanf und Cannabis werden oft verwechselt, obwohl sie beide aus derselben botanischen Art stammen, Cannabis sativa. Sie unterscheiden sich jedoch erheblich in ihrer chemischen Zusammensetzung, ihren Verwendungszwecken und ihrem rechtlichen Rahmen. Um diese Unterschiede besser zu verstehen, werden wir die botanischen, chemischen und praktischen Aspekte dieser beiden Sorten untersuchen und uns dabei auf wissenschaftliche Quellen und aktuelle Forschungsergebnisse stützen.

  

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Botanische Herkunft: zwei Sorten, eine Art

Cannabis sativa ist eine einzige Art, die in mehrere Unterarten oder Sorten unterteilt wird. Die beiden wichtigsten Sorten sind Hanf (oft als Cannabis sativa sativa bezeichnet) und Cannabis (oder Marihuana, manchmal als Cannabis sativa indica klassifiziert).

  • Hanf wird in der Regel wegen seiner Fasern, Samen und seines Öls angebaut. Er wächst höher und schlanker als Cannabissorten und wurde so gezüchtet, dass er einen geringen Gehalt an THC (weniger als 0,3 %) aufweist, der psychoaktiven Verbindung in Cannabis.
  • Cannabis (oder Marihuana) wird wegen seiner Hasch Blüten ausgewählt, die einen viel höheren THC-Gehalt aufweisen. Diese Cannabissorte ist buschiger und hat breitere und dickere Blätter.

  

Chemische Zusammensetzung: Wesentliche Unterschiede zwischen THC und CBD

Der entscheidende Unterschied zwischen Hanf und Cannabis liegt in ihrer chemischen Zusammensetzung, insbesondere in den Konzentrationen von THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol).

  • THC: THC ist das wichtigste psychoaktive Cannabinoid in Cannabis. Es bindet sich an die CB1-Rezeptoren im Gehirn und erzeugt die euphorisierende Wirkung oder das „High”, das mit Cannabis in Verbindung gebracht wird. Cannabis enthält je nach Sorte in der Regel zwischen 5 % und 30 % THC.
  • CBD: Hanf ist reich an CBD, einem nicht-psychoaktiven Cannabinoid, das aufgrund seiner potenziellen therapeutischen Wirkungen, wie der Linderung von Angstzuständen, Schmerzen und Entzündungen, an Popularität gewonnen hat. Hanfprodukte dürfen laut Gesetz weniger als 0,3 % THC enthalten, wodurch sie nicht berauschend wirken.

Diese chemischen Unterschiede erklären, warum Hanf häufig in Wellness- und Medizinprodukten verwendet wird, während Cannabis hauptsächlich wegen seiner psychoaktiven Wirkung und in einem kontrollierten medizinischen Kontext eingesetzt wird.

 

Verwendungszwecke von Hanf: Vielseitigkeit und Nachhaltigkeit

Hanf ist eine der vielseitigsten vom Menschen angebauten Pflanzen. Zu seinen Verwendungszwecken gehören:

  • Textilien und Fasern: Hanf wird traditionell zur Herstellung strapazierfähiger Textilien verwendet. Seine Fasern sind robust und widerstandsfähig, wodurch sie sich ideal für die Herstellung von Kleidung, Seilen und Baumaterialien wie Hanfbeton (Hempcrete) eignen. Diese Materialien sind umweltfreundlich und bieten eine nachhaltige Alternative zu synthetischen Fasern.
  • Ernährung: Hanfsamen sind reich an Proteinen, essentiellen Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6) und Ballaststoffen. Sie werden oft in Form von Samen, Öl oder Proteinpulver verzehrt. Hanföl wird aufgrund seiner nährstoffreichen Eigenschaften auch als Nahrungsergänzungsmittel verwendet.
  • Kosmetik und Wellness: Aus Hanf gewonnenes CBD wird aufgrund seiner entzündungshemmenden und beruhigenden Eigenschaften in einer wachsenden Zahl von Wellnessprodukten verwendet, von Ölen bis hin zu Salben. Weitere Informationen zu diesen Anwendungsbereichen finden Sie in unserem Artikel über Erfindungen rund um Hanf.

  

 

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Cannabiskonsum: medizinischer Ansatz

Obwohl der Freizeitkonsum von Cannabis in Frankreich illegal ist, gibt es streng geregelte medizinische Anwendungsbereiche.

  • Medizinische Verwendung: Cannabis wird zur Behandlung bestimmter chronischer Erkrankungen verschrieben, darunter Schmerzen, Epilepsie und Übelkeit im Zusammenhang mit einer Chemotherapie. THC und CBD, die wichtigsten Wirkstoffe von Cannabis, werden aufgrund ihrer potenziellen therapeutischen Wirkung untersucht. In laufenden Forschungsarbeiten werden auch andere, weniger bekannte Cannabinoide wie CBG (Cannabigerol) auf ihre medizinischen Eigenschaften untersucht.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel über medizinisches Cannabis in Frankreich.

   

Regulierung und Rechtmäßigkeit: unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen

Die Gesetzgebung unterscheidet klar zwischen Hanf und Cannabis anhand ihres THC-Gehalts. In Frankreich ist Hanf legal, sofern das Endprodukt weniger als 0,3 % THC enthält. Cannabis hingegen unterliegt strengen Vorschriften und seine Verwendung ist auf bestimmte medizinische Zwecke beschränkt.

Der rechtliche Rahmen für Hanf hat die Entstehung einer florierenden Industrie ermöglicht, insbesondere mit CBD-Produkten, die in Frankreich weit verbreitet sind. Es ist jedoch wichtig, die Feinheiten der Gesetzgebung zu verstehen, um rechtliche Missverständnisse zu vermeiden, insbesondere in Bezug auf importierte oder online gekaufte Produkte, die möglicherweise nicht den französischen Normen entsprechen.

  

Wissenschaftliche Fortschritte und Zukunftsperspektiven

Die Forschung zu Hanf und Cannabis schreitet weiter voran und ebnet den Weg für neue Anwendungsmöglichkeiten und ein besseres Verständnis ihrer Wirkungen. So zielen beispielsweise genetische Züchtungsbemühungen darauf ab, Hanfsorten mit spezifischen Cannabinoidprofilen zu produzieren, um den therapeutischen Nutzen zu maximieren und gleichzeitig die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten.

Fortschritte im Verständnis des menschlichen Endocannabinoidsystems, das verschiedene Körperfunktionen wie Stimmung, Gedächtnis und Schmerz reguliert, erweitern auch die potenziellen Anwendungsmöglichkeiten von medizinischem Cannabis. Dies könnte zu neuen Formulierungen von Cannabis-Derivaten führen, die alternative Behandlungsmöglichkeiten für verschiedene Erkrankungen bieten.

  

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Fazit

Hanf und Cannabis sind zwar eng miteinander verwandt, unterscheiden sich jedoch erheblich in ihrer chemischen Zusammensetzung, ihren Verwendungszwecken und ihrem rechtlichen Rahmen. Hanf ist ein vielseitiger Rohstoff, der in so unterschiedlichen Bereichen wie Textilien, Lebensmitteln und Wellnessprodukten verwendet wird. Cannabis hingegen wird hauptsächlich für medizinische Zwecke unter strenger Kontrolle verwendet. Das Verständnis dieser Unterschiede ist entscheidend, um sich in der komplexen Welt von Cannabis sativa zurechtzufinden und die Vorteile jeder Sorte voll auszuschöpfen.

Weitere Informationen zu den Wirkungen von CBD und seiner Verwendung finden Sie in unserem Artikel über die Wirkungen von CBD.