Pädiatrische Epilepsie: Wie CBD die Situation verändert
Epilepsie bei Kindern ist eine schwere neurologische Erkrankung, die die kognitive Entwicklung, die Selbstständigkeit und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. In bestimmten Fällen sind die Formen der Epilepsie als medikamentenresistent bezeichnet, d. h. sie sprechen nicht ausreichend auf herkömmliche Antikonvulsiva an. Diese Feststellung hat dazu geführt, dass neue Therapieansätze erforscht wurden, insbesondere die Verwendung von Cannabidiol (CBD).
Cannabidiol wird aus der Hanfpflanze gewonnen und ist ein nicht-psychotropes Molekül, das nicht mit Tetrahydrocannabinol (THC) zu verwechseln ist, das euphorisierende Wirkungen hat. Seit einigen Jahren wird CBD aufgrund seiner krampflösenden Eigenschaften bei schweren Formen der pädiatrischen Epilepsie untersucht. Mehrere Studien haben seine potenzielle Wirksamkeit nachgewiesen und gleichzeitig sein Verträglichkeits- und Sicherheitsprofil bei Kindern bewertet.
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Resistente Epilepsien bei Kindern verstehen
Unter den schwersten Formen der Epilepsie bei Kindern sind einige besonders schwer zu behandeln. Das Dravet-Syndrom, das Lennox-Gastaut-Syndrom und der tuberöse Sklerose-Komplex sind Beispiele für Syndrome, bei denen die Anfälle trotz der Einnahme mehrerer Antiepileptika anhalten. Diese Kinder leiden häufig unter verschiedenen Arten von Anfällen, Entwicklungsverzögerungen und einem erhöhten Risiko für langfristige neurologische Komplikationen.
In diesem Zusammenhang hat sich CBD als ergänzende Behandlungsoption herausgestellt, die die Häufigkeit und Intensität der Anfälle verringern kann.
Wie wirkt CBD im Gehirn?
Cannabidiol wirkt indirekt auf das Endocannabinoidsystem, ein Netzwerk von Rezeptoren im Gehirn, die an zahlreichen physiologischen Funktionen beteiligt sind. Im Gegensatz zu THC bindet es nicht auf klassische Weise an CB1-Rezeptoren, sondern übt komplexe modulierende Wirkungen aus, die die neuronale Erregbarkeit beeinflussen. Es interagiert auch mit Rezeptoren wie TRPV1, GPR55 oder Kalziumkanälen, die eine Rolle bei der Auslösung epileptischer Anfälle spielen können.
Diese vielfältigen Wirkmechanismen könnten erklären, warum CBD offenbar bestimmte Anfälle wirksam lindert, insbesondere bei den oben genannten neurologischen Syndromen.
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Was zeigen klinische Studien?
Die klinische Forschung zu CBD bei Epilepsie im Kindesalter hat in den letzten Jahren zugenommen. Die im April 2025 in der Fachzeitschrift Indian Pediatrics von Whitney et al. (PMID: 40244307) veröffentlichte Studie bietet einen zusammenfassenden Überblick über den aktuellen Wissensstand. Sie bestätigt die Wirksamkeit von CBD als adjuvante Behandlung bei folgenden Syndromen:
- Dravet-Syndrom: signifikante Verringerung der Häufigkeit von Krampfanfällen.
- Lennox-Gastaut-Syndrom: Verringerung der sogenannten atonischen Anfälle (oder „Drop Seizures“).
- Tuberöse Sklerose-Komplex: Nachgewiesene Verbesserung in randomisierten kontrollierten Studien.
Diese Ergebnisse wurden mit einem Medikament auf Basis von reinem pharmazeutischem CBD erzielt, wie beispielsweiseEpidiolex (zugelassen in Europa und den Vereinigten Staaten), das zusätzlich zu den herkömmlichen Behandlungen verabreicht wurde. Die Studien berichten von einer Verringerung der Anfälle um bis zu 30 bis 50 % und einer Verbesserung der Lebensqualität bei vielen Patienten.
Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen
Wie jede Behandlung ist auch Cannabidiol nicht frei von Nebenwirkungen. Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen (insbesondere Durchfall) und erhöhte Leberenzyme. Letzteres kann bei gleichzeitiger Einnahme anderer lebertoxischer Medikamente wie Valproat bedenklich sein. Aus diesem Grund ist eine ärztliche Überwachung erforderlich, insbesondere durch regelmäßige Leberuntersuchungen.
Es ist wichtig zu betonen, dass das in diesen Studien verwendete CBD eine kontrollierte Substanz ist, die gereinigt und auf ärztliche Verschreibung abgegeben wird. Die Verwendung von frei verkäuflichen CBD-Produkten garantiert weder die Sicherheit noch die Konzentration oder die Abwesenheit von THC. Von einer Selbstmedikation wird daher dringend abgeraten, insbesondere bei Kindern. Konsultieren Sie einen Arzt.
Regulatorischer Rahmen
In Frankreich wie auch in vielen anderen europäischen Ländern unterliegt die Verwendung von CBD zu medizinischen Zwecken strengen Auflagen. Das Medikament Epidyolex (europäischer Handelsname) ist unter bestimmten Bedingungen nur für die oben genannten schweren Formen der Epilepsie auf ärztliche Verschreibung hin zugelassen. In den Vereinigten Staaten hat die FDA dieses Molekül seit 2018 für ähnliche Indikationen zugelassen.
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Familien, die diesen Weg einschlagen möchten, dies mit ihrem Neurologen oder Kinderneurologen besprechen, um sich innerhalb eines legalen und sicheren Rahmens beraten zu lassen.
Fazit
Cannabidiol stellt heute einen vielversprechenden Ansatz für die Behandlung bestimmter Formen schwerer Epilepsie bei Kindern dar. Seine krampflösende Wirkung ist bei bestimmten Indikationen wie dem Dravet-Syndrom, dem Lennox-Gastaut-Syndrom und der tuberösen Sklerose gut dokumentiert. Es ist insgesamt gut verträglich, erfordert jedoch eine strenge medizinische Überwachung und darf nicht ohne ärztliche Aufsicht angewendet werden.
Obwohl CBD kein Wundermittel ist, kann es für manche Kinder, die trotz einer optimierten Behandlung bisher unter häufigen und behindernden Anfällen litten, eine echte „Wende zum Besseren” bedeuten.
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