CBD-Öl: In welchen Fällen sollte man es im Alltag anwenden?

CBD-Öl hat sich in den letzten Jahren als eines der meistgenutzten Produkte auf Europa zur Unterstützung des Alltags etabliert. Doch bevor du loslegst, fragst du dich wahrscheinlich, ob es wirklich zu deiner Situation passt. In diesem Artikel listen wir dir konkret die Fälle auf, in denen CBD-Öl am häufigsten verwendet wird, wie du es entsprechend deinen Bedürfnissen auswählst und wie du es sicher anwendest – ohne dir zu versprechen, dass es irgendetwas „heilt“.

Kurz gesagt:

  • CBD-Öl wird vor allem bei Stress, Schlafstörungen, Muskel- oder Gelenkschmerzen sowie zur Regeneration eingesetzt.
  • Es wird meist sublingual eingenommen, d. h. einige Tropfen unter die Zunge, die dort 60 bis 90 Sekunden lang verbleiben.
  • Die Dosierung beginnt immer mit einer niedrigen Dosis, die schrittweise an deine Verträglichkeit angepasst wird.
  • Europa sind ausschließlich Öle mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,3 % zum Verkauf zugelassen.
  • Laut INSERM ist bislang keine therapeutische Wirkung von CBD durch fundierte klinische Studien belegt.

In welchen Fällen sollte man CBD-Öl im Alltag anwenden?

CBD-Öl wird heute in vielen ganz konkreten Alltagssituationen eingesetzt. Am häufigsten wird es von Menschen genutzt, die eine Phase vorübergehenden Stresses durchleben, Einschlafschwierigkeiten haben, unter Muskel- oder Gelenkverspannungen leiden oder sich nach dem Sport besser erholen möchten. Es wird auch einfach als Moment der Entspannung am Ende des Tages genutzt, ähnlich wie ein Kräutertee oder ein Wellness-Ritual.

Eines muss klargestellt werden: Es handelt sich hierbei um Anwendungsmöglichkeiten, die vielen Verbrauchern aus eigenem Empfinden heraus zugutekommen, und nicht um medizinische Empfehlungen, die von den Gesundheitsbehörden bestätigt wurden. CBD-Öl ist weder ein Arzneimittel noch eine Behandlung und ersetzt in keinem Fall eine ärztliche Beratung.

Welche Auswirkungen hat CBD-Öl auf den Körper?

Allgemein gesehen wirkt CBD durch die Wechselwirkung mit dem Endocannabinoid-System, einem Netzwerk von Rezeptoren, das im gesamten menschlichen Körper vorhanden ist und an der Regulierung von Stress, Schlaf, Schmerz und Stimmung beteiligt ist. Im Gegensatz zu THC hat CBD keinerlei psychoaktive Wirkung: Es verändert weder die Wahrnehmung noch die Koordination noch den Bewusstseinszustand.

Bevor wir auf die einzelnen wahrgenommenen Wirkungen im Einzelnen eingehen, sollte man bedenken, dass die wissenschaftliche Forschung zu diesem Thema noch lückenhaft ist. In den folgenden Abschnitten werden die am häufigsten berichteten Anwendungsbereiche vorgestellt, wobei diese Einschränkung stets zu berücksichtigen ist.

Eine angestrebte beruhigende Wirkung gegen Stress und Angstzustände

Dies ist die häufigste Anwendungsweise von CBD-Öl: Viele Verbraucher nutzen es, um Stresssituationen oder vorübergehende Nervosität zu bewältigen, insbesondere am Ende des Tages. Diese beruhigende Wirkung muss jedoch relativiert werden: Das INSERM weist regelmäßig darauf hin, dass fundierte klinische Studien zur stressmindernden Wirkung von CBD nach wie vor begrenzt sind und dass zum jetzigen Zeitpunkt keine endgültigen Schlussfolgerungen über seine tatsächliche Wirksamkeit gezogen werden können.

Eine mögliche Wirkung auf Schmerzen und Entzündungen

CBD-Öl wird auch von Menschen verwendet, die unter Muskel- oder Gelenkverspannungen leiden, insbesondere nach körperlicher Anstrengung. Forschungsarbeiten, darunter auch solche des Institut du Cerveau, haben einen für Cannabidiol – ein nicht-psychoaktives Molekül aus Cannabis – spezifischen entzündungshemmenden Wirkmechanismus identifiziert. Allerdings betonen die Studien, dass die deutlichste schmerzlindernde Wirkung in der Regel dann beobachtet wird, wenn CBD mit THC kombiniert wird – eine Kombination, die in den legalen CBD-Ölen, die unter Europa verkauft werden, nicht enthalten ist.

Mögliche Auswirkungen auf die Schlafqualität

CBD-Öl wird häufig mit dem Einschlafen in Verbindung gebracht, insbesondere wenn es abends als Ergänzung zu einer Entspannungsroutine eingenommen wird. Diese Anwendungsweise ist jedoch nach wie vor eine der wissenschaftlich am wenigsten dokumentierten: Die verfügbaren Studien zum Zusammenhang zwischen CBD und Schlaf sind weniger schlüssig als jene zu anderen Anwendungsbereichen, und es sind weitere Untersuchungen erforderlich, um diese Wirkung fundiert zu bestätigen.

Welche Vorteile kann man von einer regelmäßigen Anwendung von CBD-Öl erwarten?

Abgesehen von den punktuell wahrgenommenen Effekten berichten einige Verbraucher bei regelmäßigerer Anwendung von einem allgemeinen Wohlbefinden: eine bessere Stressbewältigung im Laufe der Wochen, ein Gefühl der Entspannung, das sich leichter einstellt, oder eine als angenehmer empfundene Erholung nach dem Sport. Diese Rückmeldungen sind jedoch rein subjektiver Natur.

Es ist wichtig, noch einmal darauf hinzuweisen: Für CBD-haltige Produkte, die als Nahrungsergänzungsmittel oder Wellnessprodukte verkauft werden, sind keinerlei Angaben zu Heilwirkungen oder therapeutischen Wirkungen zulässig. Wenn du nach einer Lösung für eine festgestellte Gesundheitsstörung suchst, solltest du dich vorrangig an einen Fachmann wenden.

Welche Arten von CBD-Öl sollte man je nach Bedarf wählen?

Nicht alle CBD-Öle sind gleich. Die Wahl hängt sowohl vom gewünschten Verwendungszweck als auch von der individuellen Verträglichkeit ab.

Das Vollspektrum-Öl, um den Entourage-Effekt zu nutzen

Das Vollspektrum-Öl bewahrt das gesamte natürliche Profil des Hanfs: sekundäre Cannabinoide, Terpene und andere Verbindungen, wobei der THC-Gehalt innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegt. Es wird vor allem von erfahrenen Konsumenten bevorzugt, die den Entourage-Effekt suchen, also die vermeintliche Synergie zwischen den verschiedenen Inhaltsstoffen der Pflanze.

Das Broad-Spectrum-Öl ohne THC-Rückstände

Das Broad-Spectrum-Öl bietet einen Kompromiss: Es enthält mehrere Cannabinoide und Terpene aus Hanf, jedoch keinerlei Spuren von THC. Es ist eine geeignete Option für alle, die von einem reichhaltigen Wirkstoffprofil profitieren möchten, dabei aber jeglichen THC-Gehalt vermeiden wollen, beispielsweise aus beruflichen oder persönlichen Gründen.

Das Isolat-Öl für ein reines CBD-Molekül

Das Öl auf Isolatbasis enthält zu 99 % reines CBD, ohne weitere Cannabinoide oder Terpene. Es eignet sich gut für Anfänger oder für Personen, die empfindlich auf den ausgeprägten Hanfgeschmack reagieren, der in Vollspektrum- oder Breitspektrum-Ölen enthalten ist, da das Isolat in der Regel geschmacksneutraler ist.

Wie verwendet man CBD-Öl und in welcher Dosierung?

Hat man sich erst einmal für ein Öl entschieden, muss man noch wissen, wie man es richtig einsetzt, um den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.

Die sublinguale Verabreichung – die schnellste Verabreichungsmethode

Die gängigste Methode besteht darin, mit Hilfe der mitgelieferten Pipette einige Tropfen Öl unter die Zunge zu geben und diese dort 60 bis 90 Sekunden lang zu behalten, bevor man sie hinunterschluckt. Diese sublinguale Einnahme ermöglicht eine direktere Aufnahme als wenn das Öl einfach mit Wasser geschluckt oder mit einer Mahlzeit vermischt würde, wo es durch die Verdauung stärker abgebaut würde.

Wie passt man die Dosierung an die eigene Verträglichkeit an?

Es gibt keine allgemeingültige Dosierung: Jeder Körper reagiert anders auf CBD. Die Grundregel lautet, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen – zum Beispiel mit ein paar Tropfen eines Öls mit geringer Konzentration – und dann über mehrere Tage hinweg die spürbaren Wirkungen zu beobachten, bevor die Menge oder Konzentration schrittweise angepasst wird. Durch diese schrittweise Dosiserhöhung kannst du die für dich passende Dosis finden, ohne deinen tatsächlichen Bedarf unnötig zu überschreiten.

Wann ist die beste Tageszeit für die Einnahme?

Der Einnahmezeitpunkt hängt vor allem vom angestrebten Ziel ab. Eine Einnahme am Morgen wird manchmal bevorzugt, um die Konzentration zu fördern und den Tag gelassen zu beginnen, während eine Einnahme am späten Nachmittag oder vor dem Schlafengehen häufiger gewählt wird, um die Entspannung und das Einschlafen zu unterstützen. Manche Verbraucher entscheiden sich auch dafür, die Einnahme auf zwei Zeitpunkte im Laufe des Tages aufzuteilen.

Welche Risiken und Kontraindikationen gibt es bei CBD-Öl?

Wie bei jedem Wirkstoff gibt es auch bei CBD-Öl einige Punkte zu beachten, die man vor der Anwendung kennen sollte.

Mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind nach wie vor gering: Schläfrigkeit, Mundtrockenheit oder leichte Verdauungsbeschwerden bei hoher Dosierung. CBD kann zudem Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten haben, insbesondere mit solchen, die über die Leber abgebaut werden, was deren Wirksamkeit beeinträchtigen kann. Es wird daher empfohlen, vor Beginn einer regelmäßigen Einnahme einen Arzt zu konsultieren, wenn du derzeit in medizinischer Behandlung bist, schwanger bist oder stillst oder an einer chronischen Erkrankung leidest.

Der rechtliche Rahmen und der zulässige THC-Gehalt in Europa

Europa unterliegt der Verkauf von CBD-Öl einer genauen Obergrenze: Das Endprodukt darf einen THC-Gehalt von 0,3 % nicht überschreiten. Dieser Grenzwert stützt sich auf den Erlass vom 30. Dezember 2021 sowie auf die Entscheidung des Staatsrats, der das Verkaufsverbot für Cannabisblüten und -blätter ohne betäubende Wirkung aufgehoben und damit die Rechtmäßigkeit von CBD-Produkten bestätigt hat, die diesen Grenzwert einhalten. Dieser Rechtsrahmen ermöglicht es, dass ein auf Europa verkauftes CBD-Öl völlig legal vermarktet werden kann, sofern es aus einem seriösen und rückverfolgbaren Vertriebskanal stammt.

Was sagt die wissenschaftliche Forschung über die Verwendung von CBD?

Für Leser, die sich näher mit dem Thema befassen möchten, folgt hier ein differenzierterer Überblick über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Die vorsichtige Haltung des INSERM hinsichtlich der derzeitigen Erkenntnisse

Das INSERM mahnt regelmäßig zur Vorsicht hinsichtlich der angeblichen positiven Wirkungen von CBD. Das Institut betont, dass zwar das Interesse der breiten Öffentlichkeit an diesem Wirkstoff durchaus real ist, groß angelegte klinische Studien, die seine Wirkungen auf Stress, Schmerzen oder den Schlaf wissenschaftlich bestätigen könnten, bislang jedoch unzureichend sind. Diese wissenschaftliche Vorsicht steht der Verwendung von CBD nicht im Wege, mahnt jedoch dazu, ihm keine Wirkungen zuzuschreiben, die noch nicht nachgewiesen sind.

Epidyolex, das einzige zugelassene CBD-haltige Arzneimittel

Es gibt einen Sonderfall, den man kennen sollte: Epidyolex, ein Arzneimittel auf Cannabidiol-Basis, verfügt über eine von der ANSM erteilte Marktzulassung, die ausschließlich für die Behandlung bestimmter schwerer Formen von Epilepsie bei Kindern unter strenger ärztlicher Aufsicht und auf ärztliche Verschreibung beschränkt ist. Dieses Arzneimittel hat nichts mit den in Geschäften oder online verkauften CBD-Ölen zu tun, die einer anderen Regelung unterliegen, nämlich der für Nahrungsergänzungsmittel und Wellnessprodukte, und weder den Status eines Arzneimittels noch eine anerkannte therapeutische Indikation besitzen.

Das Wichtigste auf einen Blick

CBD-Öl eignet sich für ganz konkrete Situationen im Alltag: zur Bewältigung von vorübergehendem Stress, zur Unterstützung des Schlafes, bei Muskel- oder Gelenkverspannungen, zur Regeneration nach dem Sport oder einfach zur Entspannung. Die Wahl zwischen Vollspektrum-, Breitspektrum- und Isolat-Öl hängt von deiner Empfindlichkeit und der gewünschten Wirkung ab, während die sublinguale Einnahme und eine schrittweise Dosierung nach wie vor die zuverlässigste Methode für einen guten Einstieg sind.

Bevor du loslegst, solltest du immer ein geprüftes CBD-Öl wählen, dessen Herkunft und THC-Gehalt eindeutig angegeben sind, und im Zweifelsfall zögere nicht, einen Arzt um Rat zu fragen, insbesondere wenn du in ärztlicher Behandlung bist. In unserer Kategorie „CBD-Öle“ findest du unsere Vollspektrum-, Breitspektrum- und Isolat-Öle. Weitere Informationen findest du in unseren Artikeln zur CBD-Dosierung sowie zu CBD und Schlaf.